Tablerunner mit dem Nordic-Star
Der Nordic-Star ist ein traditioneller Patchworkblock. Er besteht meist aus drei unterschiedlichen Stoffen. Zwei farblich Ton in Ton harmonierende Stoffe (sehr oft Rottöne) und ein kontrastierender Stoff (z. B. weiß oder creme).

Der Tischläufer ist so schön, den muss man einfach mehrmals nähen. Hier geht es zu den Nähtreff-Kreationen.
Ich habe ein frei verfügbares Schnittmuster von Inch zu cm umgerechnet. So können viele, die es ausprobieren möchten, mit ihren vorhandenen Messwerkzeugen arbeiten.
Das Arbeiten mit Inches ist beim komplexeren Patchwork viel einfacher, aber es erfordert schon etwas „Umdenken“ und andere Messwerkzeuge. Mir fiel das zu Anfang schwer. Daher habe ich eine Anleitung in cm für den Tischläufer mit dem Nordic-Star erstellt. Du kannst sie dir kostenlos herunterladen.
Die Anleitung habe ich anhand der Farben (rot/weiß/kariert) gemacht.
Achte auf die Buchstaben, du wirst sie später in der Anleitung wiederfinden. Der Buchstabe I fehlt im rechten Bild, es ist der Streifen zwischen 2 Sternen.
Am besten geeignet ist Baumwoll-Webware.
Du musst die Stoffe vorher nicht waschen. Dann solltest du sie aber VOR dem Zuschnitt mit Dampf bügeln. Nach dem Nähen werden die Nähte heiß gepresst, ohne Dampf.
Das ganze Projekt muss durchgängig mit einer einheitlichen NZG genäht werden, ich habe es mit 0,7 cm berechnet. Mach am besten vorher eine Probenaht und miss die NZG nach.
Es wird mit einem Geradstich genäht, wähle je nach Stoff eine Stichlänge von 2 – 2,5 mm für das Patchwork und für das spätere Quilten machst du kurz vorher eine kleine Nähprobe.

Neben dem üblichen Nähzubehör benötigst du ein Schneidelineal, eine Schneidematte, einen Rollschneider und einen Trickmarker.

Der Zuschnitt ist ausgelgt auf Stoffstücke von 50 cm x 70 cm.
Die u. g. Streifen werden in kleinere Abschnitte geteilt. Sie müssen also nicht aus einem Stück bestehen. Den Rückseitenstoff und evtl. das Einfassband solltest du erst nach Fertigstellung der Vorderseite zuschneiden.
Lege die Stoffquadrate in der abgebildeten Kombination rechts auf rechts aufeinander.

Falls du eine Musterrichtung hast, achte darauf, immer die gleiche Richtung einzuhalten.

Zeichne dir jeweils auf eine linke Stoffseite mit einem Trickmarker eine Diagonale von Ecke zu Ecke.
Nähe mit einer NZG von 0,7 cm jeweils rechts und links der Diagonale.
Schneide die Quadrate auf der Diagonale durch, du erhältst Dreiecke.
Falte die Dreiecke auseinander und du erhältst Quadrate aus zwei unterschiedlichen Farben.
Bügle die NZG zum dunklen Stoff hin um. Der Pfeil zeigt dir, wohin die NZG gebügelt werden soll.
Trimme jedes Quadrat auf 8 cm x 8 cm. Beachte dabei, dass die Naht genau auf den Ecken liegt.

Von jeder Farbkombination benötigst du 16 Quadrate. Wiederhole dazu die Schritte 1 bis 8.
Hier bietet sich das „Kette-Nähen“ an.

Nähe die weißen (C) und roten (E) Streifen längs zusammen.
Jetzt musst du den gesamten Streifen noch trimmen: rot = 3,5 cm und weiß = 4,5 cm, insgesamt hat der Streifen eine Höhe von 8 cm.
Teile den getrimmten Streifen in 16 Teile von jeweils 4,5 cm Breite.

Nähe, wie im Bild, an ein eben entstandenes Teil E/C ein Teil B an.

Trimme das gesamte Teil auf 8 cm x 8 cm an der im Bild gezeigten Seite.
Du benötigst davon insgesamt 16 Teile.
Auch hier bietet sich das „Kette-Nähen“ an.

Lege die Einheiten passend aus und nähe sie zu neuen Einheiten zusammen (wie im Bild gezeigt).
Du benötigst davon insgesamt 16 Stück.

Lege vier der eben entstandenen Einheiten passend aus und lege die Streifen H und das Quadrat F dazwischen. Nähe erst die obere Reihe. Der Streifen ist etwas zu lang, begradige ihn gleich nach dem Nähen der gesamten oberen Reihe. Genauso nähst du die untere Reihe. Dann nähst du die mittlere Reihe, begradigst aber den überstehenden Streifen noch nicht.
Nähe jetzt die drei Reihen zusammen. Die mittlere Reihe mit dem roten Quadrat richtest du schön mittig aus. Nach dem Nähen begradigst du wieder die Kanten. Der erste Stern ist fertig. Ein Stern misst ca. 30,5 cm x 30,5 cm.
Nähe auch die drei anderen Sterne.

Verbinde zwei Sterne mit einem Streifen (I) zu einer Einheit. Vom Streifen stehen wenige Millimeter über, begradige die Kanten, bevor du mit dem nächsten Stern verbindest.
Verbinde alle vier Sterne mit weißen Streifen.

Zum Schluss nähst du die Streifen für den Innenrahmen (die Umrandung).
Zuerst die längeren Streifen an die langen Seiten und dann die kürzeren Streifen an die kurzen Seiten.
Die Oberseite deines Tischläufers ist jetzt fertig und misst ca. 36,5 x 132,5 cm.

Ich habe viele Anleitungen zum Nähen eines Tischläufers in Patchworktechnik im Netz gefunden, leider hören die beim fertigen Top auf. Ich musste mir also überlegen, wie ich die Rückseite und das Innenleben hinbekomme.
Ich habe einen Test ganz ohne Vlies gemacht, das gefällt mir schon sehr gut. Wenn man aber ein paar kleine Falten im Top hat, können die durchaus mit einem dünnen Vlies (Vlieseline 249, Thermolam oder H 630) optisch ausgeglichen werden.
Unabhängig davon, wie du den Tischläufer fertigstellen möchtest, sollte das Stoffstück für die Rückseite rundherum ca. 3 -4 cm größer sein als die Vorderseite.
Man kann den Tischläufer mit einem Einfassband versäubern, mit einem Umschlag aus dem Rückseitenstoff und einer Briefecke oder mit der Wendetechnik. Hier wird im weiteren Verlauf die Wendetechnik beschrieben. Aber die Fertigstellung mit Einfassband oder Briefecke habe ich unten auch verlinkt.
Für ein besonders schönes Ergebnis kannst du die Nähte auf der Rückseite nochmals schön flach pressen. Ich benutze dafür etwas Sprühstärke. Es wird auch ohne Flachpressen gut aussehen, aber schöne flache Nähte machen wirklich einen Unterschied.
Wendetechnik anstelle von Einfassband oder Umschlag mit Briefecke
Das fertige Oberteil misst ca. 36,5 x 132,5 cm (es ist kein Problem, wenn die Maße nicht genau passen). Die Rückseite muss mindestens auch so groß sein.
Falls du ein Vlies gewählt hast, dass nicht aufgebügelt wird, solltest du etwas Sprühzeitkleber zum Fixieren parat haben (Ausnahme ist Thermolam, das hält auch ohne Kleber). Außerdem ist eine alte Zeitung hilfreich, um deine Arbeitsfläche vor dem Sprühzeitkleber zu schützen.
Ich habe mich dazu entschieden, die Sterne außen herum mit einem Abstand von 0,5 cm nachzunähen. Dazu zeichne dir am besten einige Hilfslinien mit dem Lineal und einem Trickmarker, bei dem die Markierungen durch Hitzeeinwirkung verschwinden, ein.
Besonders die Sternspitzen solltest du dir einzeichnen – wenn du sie nähst, weißt du, warum.

Mit einem Quiltmuster (Geradstich) werden die Lagen jetzt miteinander vernäht. Mach am besten vorher eine kleine Nähprobe (z. B. am Rand), um zu sehen, wie Ober- und Unterstich der Nähmaschine aussehen und wie die Garnfarbe wirkt.
Der blaue Stift verschwindet hinterher beim Bügeln.

Hier siehst du Anregungen aus dem Nähtreff. Wir haben einen Abend für den Zuschnitt gebraucht und drei Abende für das Nähen und Quilten. Rechtzeitig zum Adventskaffee waren die Tischläufer fertig.















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